Während der Beerdigung landete plötzlich ein schwarzer rabe auf dem sarg was bei allen anwesenden Entsetzen auslöste

An einem sonnigen und windigen Tag versammelten sich die Dorfbewohner in bedrücktem Schweigen, bis Arax, ein schwarzer Rabe mit geheimnisvoll funkelnden Augen, auf dem Sarg Platz nahm. Sein eindringlicher Schrei hallte traurig durch die Luft. War es Trauer… oder eine Warnung? Man sagt, wenn man einen Raben auf einem Grab sieht, sollte man innehalten; vielleicht beobachtet Elisabeth dich noch immer. Magie stirbt nie, sie verwandelt sich nur.

An diesem Tag hatten sich die Bewohner auf dem kleinen Friedhof des Dorfes versammelt, um Abschied von Elisabeth zu nehmen, einer Frau, die lange als Hexe galt. Sie lebte allein am Waldrand, stets begleitet von ihrem schwarzen Raben Arax. Die Leute fürchteten sie, doch heimlich half sie den Dorfbewohnern, heilte Kranke, fand Verirrte und sagte Katastrophen voraus.

Bei Elisabeths Beerdigung herrschte eine Mischung aus Trauer und Schuldgefühlen, weil man sie nie richtig akzeptiert hatte. Der erstaunlichste Moment kam, als der Sarg bereit war, ins Grab hinabgelassen zu werden.

Plötzlich kam Arax vom Himmel herab, setzte sich auf den Sarg, dessen Federn im Mitternachtsglanz schimmerten, und blickte die versammelten Menschen an, als wolle er sie richten.

Ein Wind kam auf und wirbelte Blütenblätter durch die Luft. Zunächst schien es ein Zufall zu sein, doch Arax stieß einen kraftvollen und verzweifelten Schrei aus, der wie menschlicher Schmerz klang. Eine junge Frau namens Liana war die Erste, die verstand: Es war ein Zeichen. Sie kniete sich zum Sarg und erinnerte sich daran, dass Elisabeth einst das Leben ihrer Mutter gerettet hatte.

Die Dorfbewohner begannen zu weinen – nicht nur um Elisabeth, sondern auch wegen ihrer eigenen Angst und Gleichgültigkeit. Der Rabe blieb sitzen, bis der Sarg beerdigt und Erde darüber geschüttet wurde. Dann erhob er sich lautlos in den Himmel und verschwand im Blau.

Seit diesem Tag sagen die Dorfbewohner: „Wenn du einen schwarzen Raben auf dem Friedhof siehst, denk an Elisabeth. Sie hört noch, sieht noch, und vielleicht hat sie längst vergeben.“

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