Etwa vierzig Jahre lag der Mann an einer Infusion. Sein Gesicht war blass, aber ruhig, und seine gepflegten Hände sahen keineswegs wie die eines Obdachlosen aus. Die Polizei überprüfte seine Daten in den Datenbanken, jedoch ohne Ergebnis.
In einer Woche wird er wahrscheinlich in ein Obdachlosenheim verlegt.
„Kann ich mit ihm sprechen?“ sagte die Krankenschwester plötzlich, ohne genau zu wissen, warum sie das wollte.
„Guten Morgen. Wie fühlen Sie sich?“ Sie kam mit einem Thermometer und Medikamenten in der Hand herein.
„Danke, ich glaube, mir geht es besser“, antwortete der Mann ruhig und erzählte von einem seltsamen Traum, in dem er ein Feld und Pflanzen sah, die er berührte und betrachtete.
„Vielleicht kehrt Ihr Gedächtnis langsam zurück“, sagte die Krankenschwester. „Wie heißen Sie?“
„Ich erinnere mich nicht“, antwortete er nachdenklich. 😢😢
„Morgen werde ich entlassen. Was mich ängstigt, ist nicht, die Vergangenheit zu vergessen, sondern die unbekannte Zukunft.“
„Ich habe ein freies Zimmer“, bot die Krankenschwester an. „Du kannst bei mir bleiben, bis alles klar ist.“
Als der Sohn der Krankenschwester ihn sah, war er einfach nur erstaunt und blieb überrascht stehen.
Fortsetzung im ersten Kommentar. 👇👇
„Er ist nicht gefährlich, er weiß nur nicht, wohin er gehen soll“, antwortete die Mutter sanft.
Andrej wollte keine Probleme machen: Er stand früh auf, half im Haushalt und lebte im Gästezimmer.
Eines Tages erhielt Maxim, verzweifelt nach einer schlechten Prüfung, Hilfe von Andrej, der ihm schnell komplizierte Algebra erklärte.
Elenas Freundin Marina bemerkte:
„Dein Andrej hat unser Büro gerettet – die Pflanzen welkten, und er fand den Grund – schmutziges Wasser.“
Andrejs Gedächtnis kehrte allmählich zurück – Gesichter, Stimmen, verschwommene Bilder aus einer fernen Vergangenheit.
Drei Monate später kam ein Mann zu ihnen, der Andrej als Sergej Werachowski vorstellte – einen Wissenschaftler, der seit einem Jahr vermisst wurde.
Andrej wusste nicht, ob er ihm glauben sollte, aber die Visitenkarte ließ ihn nachdenken.
Ein Privatdetektiv berichtete, dass Sergej während einer wissenschaftlichen Expedition verschwunden war, bei der er seltene Pflanzen erforschte und ein geheimes Projekt leitete.
Seine Frau Irina sollte bald kommen.
Irina kam mit kaltem Blick, ohne warme Worte.
Im Gespräch kam ein Skandal ans Licht, der mit der Fälschung wissenschaftlicher Daten und dem Verrat eines Kollegen, Pawel Dmitrijew, zusammenhing.
Nachts erinnerte sich Andrej an ein Notizbuch, eine wissenschaftliche Entdeckung und eine niederträchtige Verleumdung gegen sich.
Elena, Maxim und Andrej beschlossen gemeinsam, für die Wahrheit zu kämpfen.
Am Ende entschied sich Sergej (Andrej), bei seiner neuen Familie zu bleiben und ruhig im Botanischen Garten zu arbeiten, nachdem er einen neuen Sinn im Leben gefunden hatte.
„Ich habe meine Vergangenheit verloren, aber endlich mich selbst gefunden“, gestand er ruhig.
„Alles beginnt von neuem“, lächelte Elena und drückte seine Hand.

