Ein Mann kaufte ohne zu zögern eine Wohnung, die zu einem Viertel ihres tatsächlichen Wertes verkauft wurde, aber als er die Wohnung erworben und später die Haustore geöffnet hatte, blieb er auf der Stelle stehen.
Eine Woche zuvor, spät abends, erhielt der Mann zufällig einen Anruf von einer unbekannten Nummer.
Die Stimme der Anruferin war weiblich. Mit ruhigem und etwas seltsamem Ton fragte sie den Mann:
— Interessieren Sie sich immer noch für Immobilien? Wenn ja, haben wir ein Objekt, das sehr dringend verkauft werden muss.
— Woher haben Sie meine Telefonnummer? — fragte der Mann verwirrt.
— Sie hatten eine Anzeige geschaltet, dass Sie ein Haus kaufen möchten, und Ihre Nummer war dort angegeben.
Als er hörte, dass die Wohnung zu einem so niedrigen Preis verkauft wurde, stellte der Mann nicht einmal weitere Fragen und stimmte ohne Zögern zu, sie zu kaufen.
Für dieses Geld hätte er vor einigen Jahren nicht einmal ein Auto kaufen können.
— Entschuldigen Sie… sind Sie sicher, dass Sie den richtigen Betrag nennen? — brachte der Mann kaum über die Lippen, unfähig, seinen Ohren zu trauen.
Die Frau wiederholte den Preis nicht. Sie sagte nur:😥😥
— Die Wohnung gehörte meinem Onkel. Ich möchte nicht mehr dorthin zurück, deshalb möchte ich sie so schnell wie möglich verkaufen.
Sie vereinbarten ein Treffen, und der Mann traf die Frau in einem Café. Danach übergab er ihr das Geld, und sie gingen zur zuständigen Behörde, wo die Wohnung auf den Namen des Mannes eingetragen wurde.
Der Kauf wurde in zehn Minuten abgeschlossen, danach, nachdem er die Schlüssel erhalten hatte, eilte er in seine neue Wohnung.
Als er sich dem Haus näherte, lächelte der Mann leicht und sagte erleichtert, dass er endlich zu Hause angekommen sei. Doch als er die alten Tore öffnete und eintrat, überkam ihn der Schock über das, was er sah.
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Er machte ein paar Schritte nach vorne — und im gleichen Moment fesselte ihn das Gesehene förmlich auf der Stelle.
In der Mitte des Raumes lagen auf langen, schmalen Metalltischen menschliche Körper. Einige waren mit weißen Laken bedeckt, bei anderen jedoch waren die Gesichter sichtbar — graue Haut, halb geschlossene Augen und blaue Lippen.
An einer anderen Wand standen Särge in einer Reihe — alt, zerkratzt, in verschiedenen Größen, und einige waren nicht einmal geschlossen.
Der Mann fühlte, wie sich alles in ihm zusammenzog. Die Luft war scharf und schwer — durchdrungen vom Geruch von Chemikalien, Metall und Tod. Unwillkürlich trat er einen Schritt zurück, sein Rücken stieß gegen etwas Hartes, und als er sich umdrehte, sah er einen weiteren Sarg.
— Mein Gott… — flüsterte er, die Hand vor den Mund haltend.
Sein Herz schlug wie wild. Er eilte von Raum zu Raum, in der Hoffnung, dass er sich vielleicht geirrt hatte. Aber in jedem Raum dasselbe Bild: hohe Metallschränke, die wie Kühlschränke aussehen, Körper mit angehängten Etiketten, ein Tisch, auf dem Handschuhe, Masken und Scheren lagen.
Und in diesem Moment kam ihm der schreckliche Gedanke: Das war keine Wohnung. Es war niemals eine „Wohnung“ gewesen.
Er ging in den Flur und bemerkte neben der Tür ein kleines, abgenutztes Schild, das unter einer Staubschicht kaum zu erkennen war. Und in diesem Moment wurde alles klar.
Vor vielen Jahren wurde dieser Ort als geheimes Leichenschauhaus genutzt — weder staatlich noch registriert. Hierher brachte man diejenigen Körper, um die kein Aufsehen gemacht werden sollte: unbekannte Todesfälle, verdächtige Fälle, ungeklärte Geschichten. Und als der Ort geschlossen wurde, wurde er einfach auf dem Papier als „Wohnung“ registriert.
Deshalb war die Frau so in Eile mit dem Verkauf. Deshalb war der Preis unglaublich niedrig.
Der Mann war betrogen worden. Sie brauchten jemanden, der ohne Fragen die Unterlagen unterschreibt und den Ort übernimmt, den jeder loswerden wollte.
Zitternd holte er sein Telefon heraus und versuchte, die Frau anzurufen, doch die Nummer war bereits abgeschaltet.
Und erst in diesem Moment verstand er die schreckliche Wahrheit: Er hatte kein Haus gekauft.
Er hatte einen Ort gekauft, von dem der Tod nie verschwunden war.
Und als er später erneut diese Nummer anrief, um die Frau zu finden, die Wohnung zurückzubekommen und sein Geld wiederzuholen, sagte der Betreiber:
— Diese Nummer existiert nicht mehr.
Da erkannte der Mann eine einfache Tatsache: Er war betrogen worden — und er konnte jetzt nichts mehr daran ändern.

