Ein älteres Paar näherte sich der einzigen Wohnung im Wald und bat den Besitzer um Hilfe, um dort die Nacht zu verbringen. Doch als die Morgendämmerung anbrach und der Besitzer erwachte, blieb er regungslos stehen, als er sah, was in seinem Haus geschehen war.
Dieses Haus war die einzige Behausung im Wald. Alt, aber fest auf Balken gebaut, ein kleines zweistöckiges Jagdhaus. In dem Haus lebte ein junger Mann – der Besitzer.
Er war ein ehemaliger Förster, der vor vielen Jahren seine Familie verloren hatte und die Einsamkeit gewählt hatte. Hier lebte er von der Jagd, dem Holzfällen und ging nur selten in die Stadt, um Vorräte zu besorgen.
An diesem Abend, als es bereits dunkel war, hörte der Mann ein leises Klopfen an der Tür. Normalerweise sah man in diesen Gegenden niemanden, besonders mitten im Winter. Er öffnete die Tür und war überrascht: Auf der Schwelle stand ein älteres Paar.
— Sohn, — sagte die alte Frau sanft, — wir haben uns verirrt. Wir haben nur dieses Licht gesehen und sind hergekommen. Können Sie uns einen Platz geben, um die Nacht zu verbringen? Am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, werden wir gehen.
Der Mann betrachtete sie aufmerksam. Der Bart des alten Mannes war vom Frost bedeckt, und die Hände der Frau zitterten vor Kälte. Sie erzählten, dass sie in den Wald gekommen seien, auf den Spuren ihres seit langem verschwundenen Sohnes.
Vor vielen Jahren war er hierher gezogen, um zu arbeiten, und war nie wieder nach Hause zurückgekehrt. Jeden Winter kamen sie, als sei die Hoffnung noch nicht erloschen, in der Hoffnung, vielleicht einen Hinweis zu finden.
Doch in dieser Nacht verschärfte sich der Frost. Der Wind blockierte die Wege, und sie hatten keine Kraft mehr, weiterzugehen.
Der Mann schwieg einen Moment, dann öffnete er die Tür weit:
— Kommt herein, — sagte er. — Hier ist es warm. 😥😥
Er entfachte das Feuer stärker, setzte sie an den Tisch und goss warmen Tee in hölzerne Becher. Die Alten wärmten sich nach und nach, und Dankbarkeit spiegelte sich in ihren Augen.
In der Nacht sprachen sie lange nicht. Die Müdigkeit war so groß, dass keine Kraft mehr für ein Gespräch blieb. Der Mann richtete sie in einem Zimmer im Erdgeschoss ein und ging selbst in ein kleines Schlafzimmer oben, und alle versanken in einen tiefen Schlaf.
Am Morgen, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster drangen, öffnete der Mann die Augen und spürte eine ungewöhnliche, seltsame Stille. Er ging hinunter, und das, was er sah, schockierte ihn.
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Der Raum war leer.
Auf dem Tisch, an dem sie gestern Tee getrunken hatten, lag nur ein altes Foto. Aram ging heran und nahm es in die Hand.
Auf dem Foto war ein junger Mann – lächelnd, in Försteruniform. Neben ihm dasselbe ältere Paar, aber Jahre zuvor – viel jünger. Auf der Rückseite des Fotos stand:
„Unserem Sohn Aram. Mit Liebe — Mama und Papa.“
Die Hände des Mannes zitterten. Er erinnerte sich, dass er seit seiner Kindheit im Waisenhaus aufgewachsen war. Man hatte ihm gesagt, seine Eltern seien gestorben, und es gäbe keine Spuren von ihnen. Aber auf dem Foto waren die Augen des Jungen genau wie die, die er in seinem eigenen Spiegelbild gesehen hatte.
Die Tür war offen. Auf dem Schnee war kein einziger Weg zu sehen – weder von den Ankommenden noch von den Abgehenden.
Aram trat auf die Schwelle und blickte lange in den weißen Wald. Sein Herz wurde gleichzeitig schwer und leicht.
Vielleicht waren sie wirklich gekommen. Vielleicht auch nicht. Aber an diesem Morgen fühlte er sich nicht mehr allein, und als er den Spuren am Waldrand folgte, traf er seine Eltern – hier, in diesem Wald, wo alles abgeschlossen schien, gewann das Leben wieder einen Anfang.

