Unsere einzige Tochter Lisa ist eine engagierte Studentin im dritten Jahr an der Universität. Seit einiger Zeit erzählte sie uns von einem besonderen Mann in ihrem Leben. Mein Mann und ich waren neugierig und wollten ihn unbedingt kennenlernen. Doch Lisa wich dem Thema stets aus. Auf unsere Nachfragen sagte sie lediglich, dass er sehr beschäftigt sei und „der richtige Moment“ noch kommen würde.😱😱
Nach vielen Monaten war es schließlich soweit: Lisa kündigte an, dass sie ihren Freund zum Abendessen mitbringen würde. Ich bereitete alles mit Liebe vor – ein festliches Essen, ihre Lieblingsspeisen, eine selbstgebackene Torte. Als es an der Tür klingelte und ich öffnete, traf meinen Mann Victor wie ein Blitz: Er wurde kreidebleich.😊😊
Der Mann, den Lisa als ihren Partner vorstellte, war niemand Geringerer als Artem – Victors Kindheitsfreund. Die beiden waren früher unzertrennlich gewesen, hatten zusammen im selben Viertel gespielt. Und nun war dieser Mann, der inzwischen fast fünfzig war, der Freund unserer Tochter.
Während des gesamten Essens schwieg Victor. Er beobachtete Artem genau, sagte kaum ein Wort. Als der Abend zu Ende ging, bot er plötzlich an, Artem zur Tür zu begleiten. Lisa wirkte nervös. Etwas stimmte nicht – also schlich ich ihnen unauffällig hinterher.🎉🎉
Die Fortsetzung findest du im ersten Kommentar.👇👇
Dann hörte ich Victor mit gebrochener Stimme sagen:
— Du warst mein Freund! Wie konntest du nur? Das ist meine Tochter!
Artem entgegnete ruhig:
— Ich wusste lange Zeit nicht, dass Lisa deine Tochter ist. Und als ich es herausfand, war es schon zu spät. Ich liebe sie.
Doch für Victor war das unverzeihlich.
— Du wirst niemals mein Schwiegersohn sein. Du bist fast in meinem Alter!
Seit diesem Abend herrscht Spannungen in unserer Familie. Victor hat sich mit Lisa gestritten, will ihre Entscheidung nicht akzeptieren und weigert sich, zur Hochzeit zu kommen. Und ich? Ich weiß nicht weiter. Was, wenn wir im Alter ganz alleine dastehen?


