Ein Junge und ein Mädchen mieteten einen kleinen Bunker in einem abgelegenen Wald zur vorübergehenden Unterkunft. Aber als sie hineingingen und sahen, was dort war, blieben beide gleichzeitig wie erstarrt stehen.
Der Junge und das Mädchen waren nicht einfach nur Freunde. Sie waren Kindheitsfreunde: Sie wuchsen im selben Viertel auf und wurden im Laufe der Zeit fast wie eine Familie füreinander.
An diesem Tag wurden beide von ihren Eltern aus dem Haus geworfen.
Die Geschichte des Jungen begann vor einigen Wochen. Er gestand, dass er Musiker werden wolle und plane, die Universität abzubrechen. Sein Vater war ein strenger Mann und hielt dies für ein „unseriöses Leben“. Der Streit eskalierte so sehr, dass der Vater am Ende schrie:
— Wenn du dich für die Musik entscheidest, dann geh und lebe von der Musik — in diesem Haus hast du keinen Platz.
Als der Junge diese Worte von seinem Vater hörte, verließ er das Haus ohne eine Sekunde zu zögern.
Bei dem Mädchen war die Geschichte anders. Ihre Eltern wollten schon lange, dass sie den Sohn eines reichen Geschäftsmannes heiratet. Aber das Mädchen lehnte diese Idee ab.
Sie wollte ein selbstständiges Leben, nicht ein Schicksal, das andere für sie entschieden hatten. An diesem Abend, nach einem weiteren großen Streit, schloss ihre Mutter die Tür hinter ihr.
So kam es, dass sie am selben Tag beide ohne Haus auf der Straße standen.
Im Kalten zu bleiben war fast unmöglich.
Sie begannen, im Internet nach der günstigsten Unterkunft zu suchen. Und genau dann fand der Junge eine seltsame Anzeige:
„Bunker zu vermieten — sehr billig — im Wald“.
Der Preis war so niedrig, dass sie zunächst dachten, es sei ein Fehler. Aber sie riefen trotzdem an. Ein älterer Mann antwortete und sagte ohne unnötige Fragen, dass sie, wenn sie bar zahlten, den Schlüssel noch am selben Tag abholen könnten.
Sie trafen ihn in der Nähe einer alten Tankstelle. Der Mann schien seltsam in Eile zu sein. Er gab ihnen einfach einen schweren Metallschlüssel und sagte:
— Wenn ihr hineingeht… werdet ihr alles verstehen. 😥😥
Er verlangte nicht einmal einen Vertrag. Genau das machte den so niedrigen Preis noch seltsamer.
Einige Stunden später erreichten sie den Wald und fanden den Ort.
— Ich hoffe, es wird drinnen wenigstens warm sein, — sagte das Mädchen.
Vor Kälte zitternd, eilten sie zur Tür, um hineinzukommen und sich wenigstens ein wenig zu wärmen. Doch was sie sahen, als sie die Tür öffneten, schockierte sie beide gleichzeitig.
Die Fortsetzung könnt ihr im ersten Kommentar lesen. 👇👇👇
Drinnen war es erstaunlich geräumig und hell, obwohl sie sich mitten im Wald befanden. Entlang der Wände standen alte Musikinstrumente: Klavier, Gitarren, Schlagzeug und sogar eine alte Geige, die fast keinen Staub hatte.
In der Mitte des Raumes stand ein großer Holztisch, auf dem ein dickes Heft lag.
Der Junge und das Mädchen schauten sich einen Moment lang um.
— Das ist… kein Bunker, — flüsterte das Mädchen.
— Es sieht eher aus wie… ein Studio, — antwortete der Junge, ohne die Augen von den Instrumenten abzuwenden.
Der Junge ging langsam zum Klavier. Vorsichtig berührte er die Tasten mit den Fingerspitzen. Es erklangen einige Noten — klar und lebendig, als hätte das Instrument genau auf diesen Moment gewartet.
In der Zwischenzeit nahm das Mädchen das Heft vom Tisch und schlug die erste Seite auf.
Darin stand nur ein Satz:
„Wenn ihr dies lest, bedeutet das, dass ihr zu den Menschen gehört, die kein Zuhause mehr haben… aber immer noch einen Traum besitzen.“
Sie sahen sich beide an, atmeten einen Moment tief durch und verstanden schließlich: Auch wenn es nur vorübergehend war, hatten sie das Zuhause ihrer Träume gefunden.

