Sie hatte nicht erwartet, im verbotenen königlichen Wald jemandem zu begegnen, doch der Mann hinter den Bäumen enthüllte ein Geheimnis, das alle schockierte und ihr Leben veränderte

Sie hatte nicht erwartet, im verbotenen königlichen Wald jemandem zu begegnen, doch der Mann hinter den Bäumen enthüllte ein Geheimnis, das alle schockierte und ihr Leben veränderte 😨😳😱

Die Tochter des Herzogs, Evelina, hatte den königlichen Wald seit ihrer Kindheit geliebt. Sie kannte ihn besser als die meisten Jäger: Sie erinnerte sich an die schmalen Pfade, die alten Bäume, die verborgenen Lichtungen und den kleinen Fluss, der fern der Hauptstraße floss. Genau deshalb hatte sie stets das Gefühl, dass ihr an diesem Ort nichts geschehen könnte.

Doch es gab eine wichtige Sache, die Evelina nie vergaß: Der Wald gehörte der Krone und war für Außenstehende gesperrt. Ohne besondere Erlaubnis durfte hier selbst der Adel nicht eintreten.

An jenem Tag beschloss die junge Frau, diese Regel zu brechen.

„Ich muss nur ein wenig allein sein“, sagte Evelina und ließ ihr Pferd neben dem alten Pfad zurück. „Niemand wird es je erfahren.“

Nach einiger Zeit erreichte sie den Fluss. Ringsum herrschte eine solche Stille, dass nur das Plätschern des Wassers und das Rascheln der Blätter zu hören war. Evelina trat vorsichtig in den Fluss und erlaubte sich endlich, sich zu entspannen.

Sie ahnte nicht, dass sie schon seit einigen Minuten von jemandem hinter den Bäumen beobachtet wurde.

Plötzlich ertönte hinter ihr das laute Knacken eines Astes.

Evelina wirbelte herum und sah einen riesigen weißen Wolf. Er stand am Ufer, nur wenige Meter vom Wasser entfernt, und blickte reglos direkt zu ihr.

„Nein… nur das nicht“, flüsterte sie und wich langsam zurück.

Der Wolf trat einen Schritt vor.

„Beweg dich nicht“, flüsterte Evelina, obwohl sie selbst ihre Angst kaum zurückhalten konnte. „Bitte…“

Und dann erklang aus der Dunkelheit eine ruhige Männerstimme:

„Hab keine Angst. Er wird dir nichts tun.“

Evelina zuckte zusammen.

„Wer ist da?! Zeig dich!“

Es kam keine Antwort.

„Das ist der königliche Wald!“, rief sie. „Ist dir klar, dass du gegen das Gesetz verstößt?“

„Und du?“

Evelina verstummte.

„Ich bin die Tochter des Herzogs“, antwortete sie kühl.

„Genau deshalb hättest du vorsichtiger sein sollen.“

Hinter einem gewaltigen Baum trat langsam ein Mann hervor. Er war groß, kräftig gebaut und sah ganz und gar nicht wie ein gewöhnlicher Jäger aus. Auf seinen Schultern lag ein dunkler Pelzmantel, und um seinen Hals hing ein altes Metallmedaillon.

Evelina sah ihn an und erbleichte sofort.

Sie erkannte dieses Zeichen.

„Woher hast du das?“, fragte sie leise.

Der Mann antwortete nicht.

„Ich habe gefragt, woher du das hast!“

Er machte ein paar Schritte auf den Fluss zu.

„Wie bedauerlich, dass Sie, Herzogin, mich nicht erkennen. Das schmerzt mich“, sagte er fast spöttisch, während er eine falsche Aufrichtigkeit vortäuschte.

Das Mädchen spürte, wie ihre Angst in Unruhe umschlug. Ihr wurde plötzlich klar, dass sie sich zufällig neben einem Mann befand, dessen Existenz ihre Familie jahrelang verborgen hatte. Doch diese Angst erwies sich als beinahe nichts im Vergleich zu ihrem Schock, als der Fremde erklärte, warum er an einen Ort zurückgekehrt war, an den sich schon lange niemand mehr erinnerte. 😨

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Evelina betrachtete lange sein Gesicht, bis eine Kindheitserinnerung in ihr aufstieg. Ein altes Porträt, das sie einst im Arbeitszimmer ihres Vaters gesehen hatte, zeigte einen Jungen mit genau demselben Medaillon.

„Alex?“, brachte sie kaum hörbar hervor.

Der Mann lächelte schwach.

„Endlich hast du mich erkannt.“

Evelina konnte ihren Augen nicht trauen. Alex war ihr Halbbruder mütterlicherseits, aber von einem anderen Vater. Vor vielen Jahren war ihre Mutter beschuldigt worden, den Herzog verraten zu haben, und wurde zusammen mit dem kleinen Alex aus dem Palast verbannt. Dem Mädchen hatte man damals gesagt, ihre Mutter habe die Familie verraten und sei fern vom Königreich gestorben.

Doch das war eine Lüge gewesen.

„Wir wurden nicht wegen Verrats verbannt“, sagte Alex kühl. „Dein Vater wollte unsere Mutter loswerden. Und ich erinnerte ihn ständig an eine Frau, die er hasste.“

„Wo ist sie?“, flüsterte Evelina.

Alex senkte den Blick.

„Sie ist tot. Aber vor ihrem Tod hat sie mir die ganze Wahrheit erzählt.“

Er trat näher.

„Ich bin nicht deinetwegen zurückgekommen, Evelina. Ich bin ihretwegen zurückgekommen. Ich werde deinen Vater für alles bezahlen lassen, was er getan hat.“

Das Mädchen erbleichte.

„Und was wirst du tun?“

„Dir werde ich nichts antun. Aber ich will, dass du die Wahrheit erfährst und dich auf meine Seite stellst.“

Er streckte ihr die Hand entgegen.

Evelina sah ihren Bruder an und begriff, dass ihr bisheriges Leben soeben zusammengebrochen war. Nun musste sie entscheiden, wem sie vertrauen sollte: dem Vater, der ihr ganzes Leben lang die Wahrheit verborgen hatte, oder dem Bruder, der aus Rache zurückgekehrt war.

Und der weiße Wolf hob still den Kopf, als wüsste er bereits, welche Wahl sie treffen würde.

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